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Training ist nichts anderes als Wiederholung. Deshalb gelingen uns die Dinge, die wir jeden Tag tun, so besonders gut. Egal, ob sie selbst gut (im Sinne von “für uns vorteilhaft”) sind oder nicht.

Im Fitness-Center würde man an diesem Punkt, wo uns etwas ganz besonders gut gelingt, weil wir es schon gewöhnt sind, sagen: erhöhe das Gewicht, mache eine andere Übung, die die Muskeln neu fordert, erhöhe die Geschwindigkeit! Damit soll sichergestellt werden, dass wir im Entwicklungsprozess bleiben.

Aber wir, im normalen Leben, kommen gar nicht darauf, das zu tun. Dass wir Änderungen im Bewegungsablauf einführen könnten, damit wir nicht zum Schaubild unserer Gewohnheiten werden, sondern zum Ausdruck unserer immer wieder neuen Lebendigkeit.

Frage dich heute einmal ganz konkret, welche Bewegungsabläufe dich bestimmen und versuche dich in einer Veränderung. Sei es, dass du einmal ausprobierst, zu stehen, wenn du normalerweise sitzt – z.B. im öffentlichen Verkehrsmittel – oder genau das Gegenteil, nämlich sitzt, wenn du normalerweise immer stehst. Banal, oder? Aber sogar das Banale verändert alles: das Zusammenspiel der Muskeln, die neuronalen Signale ans Gehirn, die damit verbunden sind, die Perspektive, aus der die Augen äußere Reize wahrnehmen. Einfach alles.

Und auf den Berufsalltag umgelegt, könntest du bei einer Präsentation z.B. stehen, auch wenn in den entsprechenden Meetings jeder sitzt, während er präsentiert. Oder umgekehrt. Jetzt hört sich das schon gar nicht mehr so banal an, oder?

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