Mir ist dieses Wochenende bei einer englischen Lektüre wieder einmal ein besonders wichtiges Wort untergekommen:

„to flinch“ = zusammenzucken, zurückweichen, zurückschrecken.

Es wurde im Zusammenhang mit  den Ausweichmanövern gebracht, die wir verwenden, um das nicht zu tun, was wir tun sollten.

  • z.B. betiteln wir jemanden als kalt oder empathielos, anstatt uns einem bestimmten Teil seiner Aussage zu stellen – und möglicherweise etwas anders zu machen als bisher.
  • Oder wir nehmen Jobangebote an, die ok sind, die uns aber davon abhalten, mehr Zeit und Energie darin zu investieren, das zu machen, was wir wirklich machen wollen bzw. das Hobby endlich zu einer echten Profession werden zu lassen
  • Im kleinen Rahmen sind es die alltäglichen Dinge, die wir noch schnell machen müssen, bevor wir das wirklich Wichtige machen können.
  • Oder wir sind so mit Leiden beschäftigt, dass wir uns dadurch davon abhalten, aus der Opferrolle herauszukommen und selbst wieder die Führung über uns selbst und unser Leben zu übernehmen
  • etc.

Wann immer wir „zurückweichen“, entfernen wir uns, reduzieren wir unsere Präsenz – und zwar im übertragenen Sinn.

Nicht zurückzuweichen vor einer Aufgabe, die sich uns stellt – ob wir sie nun wollen oder nicht – benötigt zunächst eines: eine mutige Entscheidung FÜR das Bleiben. FÜR das Standhalten. Im Grunde vor allem für eines: FÜR DICH SELBST.

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