Am Montag wurde klar, dass das große Event, das wir für den 25.6. geplant hatten, nun tatsächlich so nicht stattfinden kann. Ich gebe zu, es hat mich zurückgeworfen. Es war, als ob mich jemand mitten im Fluss brutal mit der Angel gefasst, herausgerissen und an Land geschleudert hätte. Ich war zwei Tage damit beschäftigt zu analysieren, warum mich dieses Ereignis so mitgenommen hat.

Heute morgen ist mir dann eine Zeile aus meinem Kurzfilm „Anna Fliegt“ eingefallen:

„… ich lerne und ich wachse… ich lerne und ich wachse… und das, was ich tue, ist gut genug.“

Das war es, was ich, angesichts des Ziels so kurz vor Augen, vergessen hatte. Ich war so darauf fokussiert, dass dieses Event an diesem Tag, so wie es sich gut angefühlt hatte, über die Bühne gehen würde, dass ich es nicht wahrhaben wollte, dass es so nicht stattfinden würde. Mein Wollen war durch Ereignisse außerhalb meiner Macht durchkreuzt worden. So, wie es uns ja oft geschieht. Und dass mich dieses – recht normale Ereignis – so zurückgeworfen hat, bedeutet, dass ich schon davor nicht mehr einfach „im Fluss“ gewesen war.

Das Ziel so nah vor Augen, hatte das Wollen das Gleiten abgelöst. 

Im Fluss zu sein, heißt, anstrengungslos dahinzugleiten. Und das Gleiten selbst – egal, wie schnell – zu genießen.

Aber das einzige, was wir jetzt tun können, ist uns bewusst zu sein, dass wir in einem intensiven Lernprozess sind, der uns wachsen lässt und dass das, was wir dank unseres aktuellen Lern-Status tun (können), gut genug ist. Und da wären wir wieder bei der berühmten Momentkompetenz…

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